Festspielzentrum Münsterhof

Das Festspielzentrum Münsterhof mit Future Forest-Installation, entstanden in Zusammenarbeit mit HSR Hochschule für Technik Rapperswil. Visualisierung: Raumgleiter AG
Das Festspielzentrum Münsterhof mit Future Forest-Installation, entstanden in Zusammenarbeit mit HSR Hochschule für Technik Rapperswil. Visualisierung: Raumgleiter AG

Festspielzentrum Münsterhof

Zum ersten Mal verfügen die Festspiele Zürich 2018 mit der dreiwöchigen Bespielung des Münsterhofs, als Ergänzungen zu den Veranstaltungen der 31 Zürcher Institutionen, über ein eigenes Festspielzentrum. Mit den dort stattfindenden, frei zugänglichen Veranstaltungshöhepunkten, von der feierlichen Eröffnung mit 430 Kindern über den Familientag zum Openair-­Konzert und dem Beauty Campus, aber auch mit der Kunstinstallation “Future Forest”, laden die Festspiele die Bewohnerinnen und Bewohner Zürichs dazu ein, die Vielfalt und Lebendigkeit der Zürcher Kulturszene zu entdecken und zu feiern.

In enger Zusammenarbeit mit Studierenden und Dozenten des Studiengangs Landschaftsarchitektur der HSR Hochschule für Technik Rapperswil haben Belén Montoliú (Kuratorin Festspiele Zürich) und Viola Thiel (Landschaftsarchitektin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule) das Konzept für die Installation «Future Forest» auf dem Münsterhof entwickelt. Diese soll Passanten und Interessierte dazu anregen, einen Moment innezuhalten, um sich mit den stetig an Relevanz gewinnenden ökologischen Fragen auseinanderzusetzen. Zugleich wirft die Installation die Frage auf, wie in Zeiten zunehmender Beschleunigung, in Zeiten von Google, Gender und Börsenkursen der Dualismus von Künstlichkeit und Natürlichkeit neu verhandelt werden muss. Schliessen sich beide Begriffe aus? Kann es nur ein «Entweder-oder» geben? Sind Künstlichkeit und Natürlichkeit doch kein Widerspruch? Die Future-Forest-Installation ist ein Treffpunkt für Austausch und Kultur. Ein offener Raum zum Diskurs, wenn man will, auch eine Art Agora längst vergangener Zeiten. Sie wird zum hetero (anders) topos (Ort), einer Heterotopie (Michel Foucault), nichts weniger als «ein Ort ausserhalb aller Orte, wiewohl er tatsächlich geortet werden kann».

Visualisierung Festspielzentrum Münsterhof: Raumgleiter AG.

Barrierefreiheit

Für Menschen mit Behinderungen steht an ein barrierefreies WC bereit. Das Festspielzentrum Münsterhof, insbesondere der Future Forest-Kubus, ist aber nicht durchgängig barrierefrei. Gerne unterstützen wir Sie in der Begehung. Dürfen wir Sie bei Interesse bitten, sich an den Veranstaltungstagen am Infopoint auf dem Münsterhof zu melden? Vielen Dank und viel Vergnügen.


Gratisveranstaltungen auf dem Festspielzentrum Münsterhof

Samstag, 2 Juni, ab 14.00 - Die Festspiele besetzen die Stadt: Eröffnung des Festspielzentrums Münsterhof

«47°22’12” Nord / 8°32’28” Ost. Eine akustische Vermessung der Stadt Zürich» verlautet der Eröffnungsakt des Festspielzentrums auf dem Münsterhof. Dafür realisierten Michael Emanuel Bauer und Barbara Falter, in Zusammenarbeit mit 430 Kindern und Jugendlichen der Musikschule Konservatorium Zürich, ein musiktheatralisches Projekt, das die Stadt und ihre Institutionen einbindet und ihre kulturelle Vielfalt erlebbar macht.

Freitag, 8. Juni, ab 20:30 - Ton hallt in der Luft: Openair-Konzert auf dem Münsterhof

Die Tonhalle-Gesellschaft Zürich bedankt sich mit einem Konzert beim Publikum – mit Prokofjew, Grieg, Ravel und Yuja Wang als Solopianistin.

Sonntag, 17. Juni, ab 14.00 - In eine magische Welt eintauchen: Familientag auf dem Münsterhof

Ein Märchen über Schönheit und Geschmackssache. Über das Besonderssein, das Essen und die Liebe - Am Familientag auf dem Münsterhof nehmen das Minitheater Hannibal, Erzähler, Musikerinnen, ein Zauberer und der Foodwaste-Koch Mirko Buri das junge Publikum mit auf eine magische Reise der besonderen Art.

Samstag, 23 Juni, ab 14.00 - Beauty Campus

Der Beauty Campus in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule bildet den thematischen Schlussstein der Festspiele – ein Thementag zu den unterschiedlichen Facetten von Schönheit und Wahnsinn, in Kooperation mit der Volkshochschule Zürich.


Pop Ups auf dem Münsterhof

Sonntag, 3. Juni: Verborgene Leidenschaft, 10.30-11.00 Uhr (Musik)

Montag, 4. Juni: Stand-Up-Vorlesung zum Thema „Bedeutung temporärer Interventionen im öffentlichen Raum für Lehre und Studium» 17.00 - 17.30 Uhr (Literatur)

Mittwoch, 13. Juni: Minitheater Hannibal, 17.15-18.00 Uhr (Theater)

Dienstag, 19. Juni: Konzert Polizeimusik Zürich, 19.30-20.30 Uhr (Musik)

Mittwoch, 20. Juni: Stand-Up-Vorlesung zum Thema „Stadtnatur“, 18.00-19.00 Uhr (Literatur)

Donnerstag, 21. Juni: Stand-Up-Vorlesung zum Thema "Wildnis", 18.00-19.00 Uhr (Literatur)