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Zürich vom Lindenhof aus

Status-Update aus dem Home Office der Festspiele

Aktuelle Entwicklungen zur Durchführung der Festspiele 2020

Alexander Keil

Die aktuelle Situation rund um das Corona-Virus ist eine grosse Herausforderung für uns Menschen. Es bedeutet für alle von uns notwendige und sinnvolle Einschränkungen, die sich praktisch auf jeden unserer Lebensbereiche auswirken: Wir arbeiten mit der linken Hand vom Home Office aus und unterstützen mit der rechten Hand unsere Kinder beim Erarbeiten des Lernstoffes. Wir können unsere Freund*innen nicht mehr treffen. Unsere Arbeitskolleg*innen sehen wir nur noch am Bildschirm und all die wichtigen kleinen sozialen Interaktionen gehen verloren. Es gäbe noch viel mehr zu nennen.

Wir haben in den vergangenen Tagen intensiv diskutiert. Es wurden Szenarien für mögliche Verschiebungen von einzelnen Programmpunkten bis hin zu den gesamten Festspielen erarbeitet. Auch eine Absage der Festspiele ist in die Betrachtungen eingeflossen. Fakt ist: Im Moment ist unklar, wann, in welcher Form und ob überhaupt Festspiele im Juni 2020 stattfinden können. Aber: Wir arbeiten derzeit gemeinsam mit unseren Veranstaltungspartnern und den Communities intensiv daran, Programmvarianten zu entwickeln, die angepasst an die jeweilige Lage durchführbar wären. Denn wir erachten es als unsere Pflicht, unseren Beitrag dazu zu leisten, dass Zürich möglichst bald wieder kulturelle Veranstaltungen geniessen kann.

Wir schreiben Euch dies, weil wir Euch ein Lebenszeichen von uns senden und dazu aufrufen wollen, die Stimmung weiter hochzuhalten und mit Eurer Kreativität und Eurer Gestaltungskraft auf die aktuellen Umstände zu reagieren.

In der Zwischenzeit zeigen wir Euch hier einige neue kulturelle Projekte, die eben dies tun und der Krise mit kreativen Antworten begegnen und die uns inspirieren:

Online-Shop für lokal produzierte Kulturgüter kulturklinik.ch

Auf der neuen, in Basel lancierten, Plattform kulturklinik.ch bieten Künstler*innen, kreative Handwerker*innen und inspirierte Maker*innen ihre Produkte zum Kauf an. Alle Einnahmen gehen in diesen besonders für die freien Künstler*innen schweren Zeiten direkt an die Produzent*innen.

Schweizer Literaturmagazin «Stoff für den Shutdown»

Benjamin von Wyl und Daniel Kissling haben innerhalb von 48 Stunden das Konzept für dieses neue Literaturmagazin entwickelt, das reichlich Geschichten rund um den Shutdown von Schweizer Literat*innen versammelt. Von den Festspielen kennt Ihr bereits Lisa Christ. Vom Schauspielhaus Katja Brunner. Lasst Euch inspirieren. Wer die zweite Ausgabe unterstützen will, spendet auf Crowdify.

Falls Ihr auch inspirierende kreative Antworten auf die Krise gefunden habt, sendet uns gern Eure Empfehlung an community@festspiele-zuerich.ch.

Bleibt gesund. Bleibt zu Hause. Bleibt gut gelaunt. Bis zum nächsten Status Update.

Euer Festspielteam