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Vor vollem Haus begrüssen Alexander Keil und Karolin Trachte zur Plattform #2
Vor vollem Haus begrüssen Alexander Keil und Karolin Trachte zur Plattform #2

Sie haben das Wort!

Plattform Festspiele #2 Communities und Partizipation

Hinter den Kulissen

«Partizipation und Communities» scheint als Thema einen Nerv zu treffen. Zu unserer zweiten Plattform durften wir über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüssen. So unterschiedlich die Betätigungsfelder der Referentinnen und Referenten sind, es eint sie die Zusammenarbeit mit Gruppen von Menschen, die keine herkömmlichen Mitarbeitenden sind. Seien es klassische Ehrenamtliche oder Personen, die mitbestimmen wollen, wie sie arbeiten, wie wohnen und was sie lesen wollen: Wir wollten wissen, was beim «Co-» gelingt – und was nicht.

«Trial and Error» Nina Schneider von der Kalkbreite hat uns mit ihrem spielerischen Ansatz inspiriert; neue Wohn- und Lebensformen werden von den zukünftigen Bewohner und Bewohnerinnen ausprobiert. Wichtig ist es, diese Unvoreingenommenheit nach einem erfolgreichen Projekt beizubehalten.

«Identität» Susanne Sugimoto hat uns das «Zwiebelprinzip» der Partizipation bei der «Republik» nahe gebracht. Zentrale Punkte sind ein identitätsstiftender Ort und ein gastliches Umfeld, aber auch zu wissen, wo die Grenzen der Teilhabe liegen und dass zuweilen auch nach einem Blick ins Arbeitsrecht entschieden werden darf und soll.

«Vernetzen» Karin Stephan geht beim Community und Ecosystem Building im ImpactHub von den Bedürfnissen der Nutzer und Nutzerinnen aus. Einsam seien viele Start-up Menschen und Techies; spannend wird es, wenn sie die Menschen in Gemeinschaften zusammenbringen kann, die die jeder-kennt-jede Grösse übersteigt.

«Flexibilität» Maximilian Stern von foraus lädt die die Ehrenamtlichen selber entscheiden, was sie beitragen und wieviel. Der Think Tank bietet flexible Rahmenbedingungen. Momentan werden digitale Formate des gemeinschaftlichen Arbeitens getestet – was deren Grenzen aufzeigt.

«Solidarität» Angela Meyenburg, Miriam Kremer und Daniel Schmid von KulturLeben Berlin zeigen, dass auch mit einer schlanken Organisation eine enorme Grössenskalierung erreicht werden kann – dank hundert Freiwilligen. Es müssen dabei alle Mittel in die Sache fliessen, eine taugliche Software zur Verfügung stehen und es muss Solidarität gelebt werden.

Unser Zeit- und Sauerstoffmanagement war optimistisch, unsere Gäste hielten aber die Zuhörerinnen und Zuhörer mühelose bei der Stange. Die Geschichten und Persönlichkeiten überzeugten durch Vielfalt, Know-how und Herzblut. Dennoch, nach den Vorträgen, verzichteten wir auf die Gruppen-Workshops und reichten den Apéro. Um bei diesem Thema die Partizipation dennoch nicht einfach unter den Tisch fallen zu lassen, laden wir hiermit nochmals ausdrücklich zur Wordmeldung ein!

Welche Projekte kennen Sie? Welche müsste es unbedingt geben? Welche gelungenen Beispiele fallen Ihnen ein, aber auch welche gescheiterten? Senden Sie uns Ihre Gedanken zu (in Stichworten, als Handskizze, ein Link – wie es für Sie passt) an medien@festspiele-zuerich.ch.