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Festspiele 2020

Festspiele X

Das ko-kreative «Volksfest der Künste» geht digitale neue Wege

Festspiele 2020

Seit vielen Monaten arbeiten in ganz Zürich Künstler*innen, Communities und Kulturinstitutionen intensiv an den Vorbereitungen für die Festspiele 2020. Nun hält die Corona-Krise alle in Atem. Deren Auswirkungen auf die geplanten Veranstaltungen sind derzeit nicht abschätzbar. Daher lancieren die Festspiele unter dem Titel «Festspiele X» eine digitale Plattform, die Kultur-Formate von Zürich für Zürich lanciert.

Die aktuelle, durch das Corona-Virus hervorgerufene Situation ist eine grosse Herausforderung für alle Menschen. Mit Blick auf die im Moment geltenden behördlichen Veranstaltungsverbote entscheiden sich zahlreiche Veranstalter, ihre Festivals und kulturellen Grossanlässe bis in den Sommer abzusagen. Die Festspiele wollen gemeinsam mit den 30 beteiligten Zürcher Kulturinstitutionen und den involvierten Communities dazu beitragen, dass die Menschen in den kommenden Wochen trotzdem kulturelle Veranstaltungen geniessen können. Wie sich die behördlichen Auflagen entwickeln, ist derzeit schwer zu sagen. Deswegen haben die Festspiele entschieden, dem Risiko einer Totalabsage der Festspiele zuvorzukommen, und künstlerische Arbeiten und Inhalte der Festspiele gemeinsam mit unseren Veranstaltungspartnern und Communities für den digitalen Raum zu adaptieren. Gerade jetzt brauchen wir Kultur! Das ‹Volksfest der Künste› soll im virtuellen Raum Gemeinschaftserlebnisse und Mitgestaltung ermöglichen.

Digitale «Festspiele X»

Unter dem Titel «Festspiele X» baut das Team der Festspiele derzeit gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern eine temporäre digitale Plattform auf, die unterhaltsame, informative, aktivierende und inspirierende Kultur-Formate von Zürich für Zürich lanciert. Das «X» bei «Festspiele X» steht dabei für das Experiment und das Unbekannte. Die intensive künstlerische Arbeit, die seit vielen Monaten in zahlreichen Kooperationen, Institutionen, mit Künstler*innen und Kultur-Communities für die Festspiele längst begonnen oder stattgefunden hat, wird so für alle Menschen erlebbar. Falls im Juni dennoch möglich, werden einige Veranstaltungen unverändert oder mit entsprechend angepassten Rahmenbedingungen stattfinden.

Die Partner, die beteiligten Communities und das Team der Festspiele haben sich ohne Zögern in diese neue Herausforderung gestürzt. Die Festspiel-Macher*innen laden nun das Publikum ein, ihnen zu folgen und Festspiele digital zu erleben. Auch das Thema, der ‹Rausch des Jetzt› in den 20er Jahren des 20. und 21. Jahrhunderts, könnte nicht besser passen, denn die Auseinandersetzung mit neuen Medien war auch eine zentrale Erfahrung für die Menschen der 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Nun finden wir uns alle –Zuschauer*innen wie die Veranstalterin Festspiele – unerwartet mit einer neuen, medialen Wirklichkeit konfrontiert.

Programm in Entstehung

Vorgesehen sind vier Programmschienen: «Festspiele on demand» ist ein Angebot, Veranstaltungen wie Konzerte oder Theater via Live-Streams zuhause mitzuverfolgen. «Festspiele Open-Air» ermöglicht ein individuelles Erleben der Festspiele im öffentlichen Raum (natürlich unter Einhaltung der erforderlichen Regeln), beispielsweise bei einem Podcast-Spaziergang. «Festspiele Ko-Kreativ» lädt dazu ein, sich mittels Tutorials selbst kreativ zu betätigen, indem unter fachkundiger Anleitung gestaltet, gelernt, selbst ausprobiert werden kann. Alle Formate vereinen digitale und analoge Komponenten, so dass Momente von Unmittelbarkeit und gemeinschaftlichem Erleben entstehen können. «Festspiele analog» schliesslich zeigt die Veranstaltungen, bei denen sich unter gelockerten behördlichen Bedingungen gegebenenfalls wieder Publikum versammeln darf. Der Gesamtspielplan wird derzeit entwickelt und laufend bekannt gegeben. Inwiefern Veranstaltungen weiterhin vor Ort stattfinden, kommunizieren auch die jeweiligen Veranstaltungspartner über ihre Websites oder sonstigen Kanäle.