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Erster Community-Workshop bei den Festspielen Zürich in der Josefstrasse.
Erster Community-Workshop bei den Festspielen Zürich in der Josefstrasse.

Ein Festival so vielfältig, lebendig und engagiert wie die Zürcherinnen und Zürcher

Hinter den Kulissen

Im vergangenen Juni luden das Festspielzentrum auf dem Münsterhof mit der Kunstinstallation «Future Forest» und den grossen Gratisveranstaltungen vom Open-Air-Konzert des Tonhalle-Orchesters Zürich, über den Familientag des Minitheater Hannibal bis hin zum Beauty Campus der Volkshochschule Zürich die neugierigen Zürcherinnen und Zürcher sowie ihre Gäste dazu ein, die Festspielwelt rund um das Thema «Schönheit/Wahnsinn» zu erleben und zu entdecken.

All diejenigen, die sich entweder vor pinkem Kunstrasen fotografisch inszenierten, die wunderbare Kühle des Stückchen Zürcher Waldes mitten auf dem Münsterhof genossen oder eines der Beauty-Treatments ergatterten, freuten sich auch über die sympathischen Gastgeberinnen und Gastgeber. Insgesamt 30 Freiwillige, von der Uni-Studentin bis zum rastlosen Pensionisten, stürzten sich im Frühjahr in das Getümmel der Festspielvorbereitungen und sind bis heute mit dem Festspielteam ganz eng verbunden. Festspielpräsidentin Ursula Gut-Winterberger: «Das Engagement der Freiwilligen, die auf und rund um das Festspielzentrum die zahlreichen Interessierten über das Festivalprogramm informierten und auch darüber hinaus als Gastgeberinnen und Gastgeber für die Festspiele im Einsatz waren, beeindruckt uns sehr. Ihre Initiative und ihr Engagement gehen weit über das hinaus, was wir als Festspiele uns anfangs vorgestellt hatten. Die Kraft, das Interesse und die Bereitschaft, sich den Festspielen anzuschliessen, bekräftigen unser Bestreben, die Festspiele noch konsequenter als ein Festival von und für die breite Zürcher Bevölkerung zu positionieren.»

Mittlerweile steckt das Festspielteam mitten in den Vorbereitungen zur nächsten Ausgabe, die vom 5. bis zum 28. Juni 2020 stattfindet. «Für uns sind das Wissen und die Erfahrungen der Freiwilligen sowie ihre externe Perspektive auf unser Festival eine grosse Quelle der Inspiration, aber auch des gegenseitigen Verstehens und Lernens» sagt Alexander Keil, Geschäftsführer der Festspiele Zürich. «Wir haben die Idee, die Festspiele mittelfristig zu einem Festival von und für die Zürcherinnen und Zürcher zu entwickeln und künstlerische Programme zu erfinden, die die Beteiligung von Zürcherinnen und Zürchern von vornherein vorsehen, sei es im Rahmen von Community Art Ausstellungen, Theaterprojekten mit den in der Schweiz so wichtigen Laiengruppen oder Konzerten von Amateurorchestern. Genauso ist es für uns aber auch denkbar, Ideen, die aus im weitesten Sinne kulturellen oder gesellschaftlichen Initiativen aus der Mitte Zürichs kommen, für das Festivalprogramm aufzugreifen, mitzuentwickeln und ihnen eine Bühne zu geben.»

Am vergangenen Mittwoch fand in den neuen Räumen der Festspiele im Kreis 5 der erste einer Reihe von Community-Workshops statt. Karolin Trachte, Kuratorin der Festspiele und seit Oktober neues Teammitglied, und Alexander Keil stellten an diesem Abend aktuelle, noch unveröffentlichte Themen, Formate und Projekte der kommenden Festspiele 2020 vor, diskutierten und entwickelten diese gemeinsam mit den Freiwilligen weiter. «Bei Fragen wie der Gestaltung des Festspielzentrums oder inhaltlichen Ausrichtung von Formaten, ist es für uns sehr hilfreich, bereits jetzt die Vielfalt der Erwartungen und Motivationen in die Planung und Vorbereitung einbeziehen zu können. Wir sind auch immer wieder begeistert, mit wie viel Kreaitivität, überraschenden Sichtweisen und spannenden Gedanken uns die Freiwilligen überraschen“ sagt Karolin Trachte. Trachte weiter: „Es war ein schöner, inspirierender, manchmal auch kontroverser erster Workshop.“.

Das neue Workshop-Format soll nun mit den Freiwilligen, aber auch mit weiteren Gruppen und Interessierten aus Zürich und Region fortgesetzt und weiter erprobt werden. Das nächste Mal dann im Februar 2019. Wir sind gespannt!