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Neue und vergangene 20er

20er-Jahre-Fieber beherrscht den Jahresstart

Ansteckungsgrad: hoch

Inspirationsmomente

Euphorie im Festspiele-Team. Die Begeisterung für die gerade begonnenen neuen 20er Jahre ist plötzlich allgegenwärtig! Nicht nur in der Josefstrasse, sondern in jeglichen Zeitungen, Zeitschriften, TV Sender und auf Social Media. Seit anderthalb Jahren beschäftigen wir von den Festspielen uns mit den 20er Jahren des vergangenen sowie des aktuellen Jahrhunderts und dürfen erstaunt feststellen, dass nun Autor*innen aus der ganzen Welt zum diesjährigen Jahresstart auf die 1920er Jahre verweisen, Vergleiche anstellen und das mythenumwobene Lebensgefühl heraufbeschwören. Lesen und staunen Sie selbst!

Welcome to the 20's

«Das Jahr 2020 startet bei ARTE glitzernd und glamourös – mit einer Zeitreise, die das Lebensgefühl der Wilden Zwanziger wiederaufleben lässt! Von Coco Chanel bis Josephine Baker, von Tucholsky bis Brecht, von Gershwin bis Max Raabe - zum Auftakt der 20er Jahre des 21. Jahrhunderts erleben die Roaring Twenties ein schillerndes Revival.» – ARTE

Was uns die roaring twenties angehen?

«Boom & Crash: Die Goldenen Zwanziger waren eine bahnbrechende Ära – sie endeten katastrophal. Sind sie mit unserer Zeit vergleichbar? [...] Wenn wir "Goldene Zwanziger" oder "Roaring Twenties" hören, tauchen in uns Bilder ­einer Blüte- und Partyzeit auf. Europa und Amerika hatten sich nach der Katastrophe des Ersten Weltkriegs wieder etwas gefangen, die Löhne und die Industriepro­duktion erreichten Vorkriegsniveau. [...] Aber ehrlich gesagt: So toll war es gar nicht. Die "Roaring Twenties" sind vor ­allem ein Mythos. Denn im Grunde passen unsere hübschen Vorstellungen nur auf ein paar wenige Jahre, etwa 1923 bis 1929. Die Welt glitzerte auch bloss in ein paar Grossstädten [...]. Die kleine Ära wirkt bloss so fantastisch wegen der Katastrophe, die ihr direkt folgte: Verglichen mit dem, was Hitlers Nazis und Stalins Kommunisten veranstalteten, erscheint jedes Bananenröckchen als Hochkultur. Und doch fühlen wir uns jetzt, da die neuen zwanziger Jahre anbrechen, den ­alten zwanziger Jahren gefährlich nahe: Die vergangenen Jahre mit solider Wirtschaftslage und immer höheren Preisen bei Aktien, Häusern oder Kunstwerken könnten sich später einmal als "années ­folles" erweisen (wie man die 1920er in Frankreich nennt).» – Handelszeitung

«Die 20er-Jahre werden die Dekade des digitalen Aufräumens»

Interview mit dem Zukunftsforscher Matthias Horx – Tagblatt

«Was uns die Zwanzigerjahre brachten. Von Bauhaus bis Jazz: Vieles von dem, was vor hundert Jahren Design und Kultur revolutionierte, ist immer noch aktuell.» – Tagesanzeiger

«The past is meeting the future,
the future is meeting the present,
the present is meeting the past.
Welcome back. [...]
It’s a new story, with an old rhythm.
Come and join the party, jump into the Twenties.»

Wolfgang Lohr, Loredana Grimaudo – Twenties

«Die 20er Jahre: Zwischen Exzess und Krise – wie ähnlich sich damals und heute sind [...] Historiker Daniel Schönpflug im Interview: Sind die Zwanzigerjahre und die Gegenwart vergleichbar?»Spiegel Geschichte 01/2020

Die neuen 20er - SPIEGEL

«Rückblick auf die 20er-Jahre: So sah Schaffhausen vor 100 Jahren aus.
Heutzutage spricht man immer wieder von den goldenen Zwanzigern, wenn man an die Zeit zwischen 1920 und 1929 denkt. Dabei ist aber nicht alles Gold was glänzt.» – Schaffhauser Nachrichten

«Die alten und die neuen 20er» - TAZ

Die alten und die neuen 20er

«Willkommen, ihr Zwanziger! Nie zuvor veränderte sich so rasch so viel. Und oft kommt es erst noch anders, als wir denken. Winston Churchill soll gesagt haben: Prognosen sind schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen.» Blick

«Historiker Paul Nolte über die 20er-Jahre: 'Das Jahrzehnt verdient die leuchtenden und wilden Etikettierungen.'
In der Vorschau auf 2020 werden die vermeintlich "goldenen Zwanziger" vor hundert Jahren zitiert. Für den Historiker Paul Nolte sind manche Parallelen durchaus sichtbar: Krisenerfahrung und große Dynamik, technischer Fortschritt und politische Verhärtung.» – Deutschlandfunk Kultur

«Wieder in die Goldenen 20er?
Bald ist es soweit, wir treten in die 20 Jahre ein. Die 20er – vor 100 Jahren war das eine absolut wilde Zeit. Viele Umbrüche, viel Neues, viel Freiheit. Die Röcke wurden kürzer. Was wird uns jetzt erwarten?
Geschichte wiederholt sich nicht, sagen Historiker, aber es gibt zu den kommenden 20er Jahren doch einige Ähnlichkeiten.» – WDR

«[Eine] Zeit der Extreme, die unserer Gegenwart in mancher Hinsicht verblüffend ähnlich ist.» Der Rausch der 20er Jahre – ZEIT GESCHICHTE

«Let’s Make The 20s Roar Again!» – Forbes

Da können wir nur in den bes(ch)wingten Gesang von Wolfgang Lohr und Loredana Grimaudo einsteigen: «Come and join the party, jump into the Twenties»